Neugeschäft von 8,3 Milliarden Euro nur 8 Prozent unter Rekordvorjahr / Marktposition im In- und Ausland gestärkt / Zuverlässige Liquiditätsversorgung durch Einbindung in Sparkassen-Finanzgruppe
Frankfurt am Main, 14. Dezember 2009 – Die Deutsche Leasing Gruppe, Bad Homburg v. d. Höhe, erreichte im Geschäftsjahr 2008/09 (Stichtag 30. September) ein Neugeschäftsvolumen von 8,3 Milliarden Euro. Das Geschäftsjahr war geprägt durch die weltweit schwerste Finanz- und Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit. Durch die Verknappung und Verteuerung der Liquidität hatten zahlreiche Banken und Finanzinstitute mit bislang weitgehend unbekannten Finanzierungsproblemen zu kämpfen. Auch in der Leasing-Branche wurde die Finanzierung des Neugeschäfts erstmalig zum erheblichen Engpassfaktor: Rund die Hälfte der Leasing-Gesellschaften musste ihr Neugeschäft im zweiten Halbjahr 2009 aufgrund von Finanzierungsengpässen einschränken, ergab eine Umfrage des Bundesverbands Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL).
Für die Deutsche Leasing stellte sich in diesem schwierigen Marktumfeld die Zugehörigkeit zur Sparkassen-Finanzgruppe als deutlicher Wettbewerbsvorteil heraus, obgleich Liquidität im Verlauf des Geschäftsjahres – vor allem in der ersten Hälfte – auch für die Leasing-Gesellschaft ein Thema war. Im Vergleich zum Wettbewerb wurden lediglich die Kreditlinien abgesenkt, was effektiv keine Einschränkung des Neugeschäfts nach sich zog. „Wir waren somit einer der ganz wenigen handlungsfähigen Leasing-Anbieter am Markt“, sagt Hans-Michael Heitmüller, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leasing. Durch die intensive Zusammenarbeit mit den Sparkassen und deren direktem Zugang zu Primärliquidität konnten Liquiditätsengpässe vermieden werden; die Finanzierung des Neugeschäfts war zu jedem Zeitpunkt sichergestellt.
Die Wirtschafts- und Finanzkrise brachte äußerst schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen mit sich. „Vor diesem Hintergrund bewerten wir das Niveau des Neugeschäftsvolumens als sehr zufriedenstellend“, so Heitmüller. „Immerhin lagen wir nur 8 Prozent unter unserem Rekordjahr 2007/08. Verglichen mit dem Geschäftsjahr 2006/07 konnten wir das Neugeschäft sogar um 5 Prozent steigern.“ Im europäischen Vergleich hat sich die Deutsche Leasing im Ranking der Leaseurope, Dachverband der europäischen Leasing-Wirtschaft, um zwei Plätze auf den fünften Rang der Leasing-Anbieter verbessert.
Im Inland sank das Neugeschäftsvolumen der Deutschen Leasing (ohne Immobilien-Leasing und Structured Finance) um 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zu den herstellerunabhängigen Leasing-Gesellschaften hat die Deutsche Leasing ihre Marktführerschaft dennoch erheblich ausgebaut; bezogen auf das Geschäftsjahr der Deutschen Leasing brach das Neugeschäftsvolumen der relevanten Wettbewerber laut BDL um 29 Prozent ein. Gemeinsam mit den Sparkassen hat die Deutsche Leasing als deren Leasing-Kompetenzcenter ein Neugeschäft von 3,2 Milliarden Euro akquiriert.
Das Auslandsgeschäft kam auf 1,4 Milliarden Euro Neugeschäft (11 % unter Vorjahr). Die Deutsche Leasing ist mit Tochtergesellschaften in 22 Ländern an 42 Standorten aktiv – von den USA und Kanada bis nach Russland und China. Verstärkt wird seit dem Frühjahr 2009 der Marktauftritt durch neue Tochtergesellschaften in Belgien, den Niederlanden und Luxemburg (die Deutsche Leasing Benelux) sowie in Österreich, die Deutsche Leasing Austria. Zur internationalen Begleitung deutscher Unternehmen bei Immobilien-Investitionen hat die DAL ihre Präsenz erweitert und eine Tochtergesellschaft in Polen, die DAL Polska, gegründet. Eine weitere Gesellschaft in Rumänien ist geplant.
Die Deutsche Anlagen-Leasing (DAL) erreichte ein Neugeschäft von 1,7 Milliarden Euro. Obgleich dieses Volumen 9 Prozent unter dem Vorjahreswert liegt, hat sich die DAL im Vergleich zum Wettbewerb (-52 Prozent) in einem sehr schwierigen Marktumfeld sehr gut behauptet. Dies gelang auch dank der engen Kooperation mit den Sparkassen.
Kundenorientierung im Fokus
Im vergangenen Geschäftsjahr hat die Deutsche Leasing ein internes Projekt angestoßen, um die Flexibilität und Geschwindigkeit im Auftritt gegenüber ihren Kunden zu erhöhen. Bereits heute ist sie Vorreiter der Branche und lässt zahlreiche Prozesse einem externen Audit unterziehen und zertifizieren. Dazu gehören beispielsweise Abläufe bei der Rücknahme der Leasing-Fahrzeuge, die seit einigen Jahren dem Zertifikat „Faire Fahrzeugbewertung“ unterliegen und die anschließende Wiedervermarktung über die Tochter AutoExpo Deutsche Auto-Markt GmbH. Ebenfalls zertifiziert ist die Deutsche Leasing Information Technology als „Leasing-Geber für IT-Hard- und Software sowie Anbieter und Entwickler komplementärer Dienstleistungen". Zusätzlich untersteht die Datenlöschung für Hardware-Rückläufer nach Ablauf der Vertragslaufzeit einer eigenen ISO-Zertifizierung. Nach diesen Vorgaben werden jährlich bis zu 100.000 IT-Objekte fachgerecht aufbereitet und verwertet.
Leasing-Markt 2009
Die Leasing-Branche wird 2009 mit einem Neugeschäftsvolumen von nur 42 Milliarden Euro (Vorjahr: 54 Milliarden Euro) abschließen (-23 %). Dies ist der höchste Rückgang in ihrer 47-jährigen Geschichte. Mobilien-Leasing sinkt im gleichen Ausmaß auf 39 Milliarden Euro. Immobilien-Leasing erreicht ein Neugeschäftsvolumen von 2,8 Milliarden Euro (-22 %). Der BDL sieht die Ursachen dafür in der schwierigen Finanzierungssituation und den Auswirkungen der Unternehmensteuerreform 2008.
Das Problem der gewerbesteuerlichen Doppelbelastung des Finanzierungsaufwands von Leasing-Investitionen ist nach wie vor nicht gelöst. Um in den Genuss des so genannten „Bankenprivilegs“ zu kommen, haben sich die Leasing-Gesellschaften der Bankenaufsicht und damit verbunden einem erheblichen bürokratischen Mehraufwand unterworfen, allerdings wurde im Gegenzug die versprochene Beseitigung der Doppelbesteuerung bisher nicht erreicht. Desweiteren wird die umfassende Öffnung der staatlichen Konjunktur- und Förderprogramme, insbesondere der KfW, für Leasing gefordert und die geplante Reform der IFRS-Bilanzierung kritisiert, die in der vorgelegten Fassung weder praktikabel ist noch zur gewünschten Vereinfachung führt. Unter der Voraussetzung, dass die Politik diese gravierenden Hemmnisse beseitigt, wird die Leasing-Wirtschaft sich auch weiterhin als erfolgreicher Investitionsmotor erweisen und sich gerade in Krisenphasen als Partner des Mittelstandes bewähren und damit wesentlich zum beginnenden Aufschwung beitragen können.
Start in das Geschäftsjahr 2009/10
Die Deutsche Leasing ist sehr verhalten in das neue Geschäftsjahr gestartet. Das Neugeschäft der ersten beiden Monate liegt deutlich unter Plan- und Vorjahresniveau. Gleichwohl bietet das aktuelle Marktumfeld für die Deutsche Leasing gute Chancen, ihren Marktanteil auszuweiten. Voraussetzung dafür sind ihre Wettbewerbsvorteile: Die Deutsche Leasing ist exzellent aufgestellt und verfügt über ein breites Geschäftsfundament. Sie ist Full-Service-Anbieter und kann das gesamte Spektrum an Finanzdienstleistungen nach unterschiedlichen Rechnungslegungsvorschriften und in unterschiedlichen Rechtssystemen bedienen. Und die Deutsche Leasing hat mit den Sparkassen starke Gesellschafter und Partner, die sowohl Vertriebskraft und Finanzierungsbasis stärken als auch Stabilität im Hinblick auf die Eigenkapitalausstattung garantieren.
Dank dieser Position verfügt die Deutsche Leasing über stabile wirtschaftliche Verhältnisse und eine gute Substanz und kann ihren Kunden und Geschäftspartnern auch in diesen Zeiten verlässlich zur Seite stehen. „Bei uns gibt es keine Kredit- oder Leasing-Klemme“, betont Heitmüller. „Mit diesem stabilen Fundament werden wir weiterhin unseren Kunden und Geschäftspartnern bei ihren Investitionsvorhaben zur Seite stehen.“ Die Deutsche Leasing zeigt sich daher zuversichtlich, dass sie gestärkt aus der aktuellen wirtschaftlichen Schwächeperiode hervorgehen kann.










